Hypnose als Therapieform

Warum ist die Hypnose als Therapieform geeignet und anerkannt?

Leider glauben viele Leute nach wie vor, dass die Hypnose in der Therapie irgendeine Scharlatanerie ist, die dazu dient, den zu hypnotisierenden Menschen willenlos zu machen, ihn dazu zu zwingen, Dinge zu tun, die seinem natürlichen Wesen widersprechen.

Nichts ist falscher als das!

Denn durch den wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie wurde die Hypnotherapie im März 2006 als wissenschaftliche Behandlungsmethode in der Psychotherapie der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.

Dieser wissenschaftliche Beirat Psychotherapie erstellt u. a. nach §11 des Psychotherapeutengesetzes Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung von Psychotherapieverfahren und er gilt als höchste Instanz in Deutschland, was die Anerkennung psychotherapeutischer Verfahren angeht.

Aber warum ist die Hypnose jetzt so wirksam bei gewollten Veränderungsprozessen, wie z.B. bei Ängsten, Raucherentwöhnung, Gewichtsabnahme, Verhaltensänderungen, etc.

Nun, um diese Frage zu beantworten, möchte ich zunächst erklären was Hypnose nicht ist oder nicht kann. Man kann mit ihr z.B. nicht zaubern. Ich kann nicht einfach sagen, „Du rauchst jetzt nicht mehr“, oder „Du nimmst jetzt ab“ oder „Du hast jetzt keine Angst mehr vorm Fliegen“!  

 Wenn man z.B. abnehmen will, dann geht das nach wie vor nur mit einer Ernährungsumstellung. Aber das wurde vielleicht schon oft versucht mit verschiedenen Diäten, Pflastern oder Sonstigen Mitteln. Das funktioniert natürlich nur sehr selten. Denn meistens bedeutet es Verzicht. Kurze Zeit später schleichen sich dann die alten Verhaltensweisen wieder ein und oft sogar umso mehr als vorher, mit dem bekannten JoJo-Effekt.

Aber warum geht das jetzt mit Hypnose besser?
Oft ist es so, dass nicht nur der Magen dem Gehirn die notwendige Nahrungsaufnahme suggeriert, sondern auch die Seele verspürt Appetit. Vielleicht versucht unser Unterbewusstsein etwas zu kompensieren, oder wir sind zu sehr auf bestimmte Dinge konditioniert. Wie z.B. die Chips zum Fernsehen, die Zigarette nach dem Kaffee oder dem Essen, etc. Diese Dinge wiegen oft viel schwerer und nachhaltiger, als der Hunger oder der Nikotinentzug. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören, haben Sie vielleicht schon festgestellt, dass, der eigentliche Entzug vom Nikotin in relativ kurzer Zeit vorbei ist. Das „Kopfkino“ kann uns aber noch lange Zeit  Probleme bereiten. Das Gefühl, dass etwas fehlt, die Situationen, die uns immer wieder an das Rauchen erinnern und somit alte Bedürfnisse wecken.

Genau an dieser Stelle hat die Hypnose das größte Potential. Denn sie vermag Ihnen zu helfen, die eigentlichen Gründe für Ihr Verhalten zu erkennen und anschließend Ihr Verhalten zu ändern. Dies sind zumeist unbewusste Vorgänge die Probleme bereiten und die mit Hilfe zielgerichteter Hypnosetherapie positiv beeinflusst können.

Das alles geschieht auch nicht einfach so, auch Sie müssen die Veränderung wirklich wollen (z.B. wirklich Nichtraucher werden und bleiben wollen) und entsprechend mitarbeiten.

Wie sie sehen, hat all dies nichts mit Zauberei zu tun ;-)

Herzlichst, Frank Busse
Heilpraktiker (Psychotherapie)

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